Zwischen Exzess und Ekstase. Die Fotos von Nan Goldin fangen die ganze Bandbreite des menschlichen Daseins ein – und das mit großer Ehrlichkeit. Seit inzwischen mehr als 30 Jahren portraitiert Goldin Menschen aus ihrem Umfeld und schreckt dabei nicht vor der Abbildung von Drogenmissbrauch, sexueller Hörigkeit oder Gewalt zurück. Auch sich selbst und ihr Leben lässt sie dabei nicht außen vor. Über ihre Arbei sagt sie selbst „Meine Fotos entstehen aus Beziehungen, nicht aus Beobachtungen.” – und ob es die Beziehung zu sich selbst und ihrem eigenen Körper und ihren Erlebnissen ist, oder die zu anderen Menschen, alle Bilder sind Momentaufnahmen aus dem Leben – ungeschönt und ungestellt.

Die Galerie C/O Berlin zeigt Nan Goldins Arbeit nun mit vier Serien, die zum Teil erstmals in Berlin zu sehen sind: „The Ballade of Sexual Dependency” (1986), „All By Myself” (1995/96), „Heartbeat” (2003) und „The Other Side” (1993). Alle Serien sind als Dia-Shows zu erleben, die mit einem von Nan Goldin selbst ausgesuchten Soundtrack unterlegt sind. Anlässlich der Ausstellungseröffnung war Goldin gestern in Berlin für ein öffentliches Gespräch anwesend – für alle, die die restlos ausverkaufte Veranstaltung mit anschließender, persönlicher Buch-Signierung verpasst haben, Nan Goldins Fotografien sind noch bis zum 6. Dezember in Berlin zu sehen.
C/O Berlin
Öffnungszeiten:
10. Oktober bis 6. Dezember 2009
Täglich 11 bis 20 Uhr
Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36
10117 Berlin
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