ENGLISH VERSION BELOW Für eine Modenschau braucht man folgende Zutaten: Mode, einen Runway und Models. Zumindest normalerweise. Die Modenschau der Galeries Lafayette, die am 30.September zeitgleich in Berlin und Paris stattfinden wird, hat allerdings ein etwas anderes Konzept – anstatt Models sollten „normale Menschen“ den Laufsteg bevölkern. Und nicht nur eine handvoll, sondern ziemlich viele. Die französische Kaufhaus-Kette Galeries Lafayette hat für das Event eigens eine Micro-Site namens „DuBistDieMode“ gelauncht, bei der sich jeder, der Mode nicht gerne nur tragen, sondern auch mal vorführen will, registrieren kann. Mitmachen dürfen am Ende zwar viele – aber nicht alle. denn wichtig ist vor allem eines: ein unverwechselbarer Style. Ab sofort können auf der Seite Fotos hochgeladen und ein Profil erstellt werden und am Ende werden die 200 originellsten Teilnehmer per Voting gekürt (unter allen Voting-Teilnehmer wird zudem ein Shopping-Gutschein verlost) und dürfen dann – gestylt von Yves Saint Laurent Stylisten – den Laufsteg bevölkern.
In Paris werden dann zur gleichen Zeit am über 2 km langen Laufsteg bis 10.000 Besucher erwartet und das Pendant „La Mode C’est Vous“ könnte somit als „größte Modenschau der Welt“ in Guinness Buch der Rekorde eingehen.
ENGLISH VERSION To put up a runway show you need the following ingredients: most importantly of course a runway, secondly a rack of fashion, some stylists and last not least: models. Well– you could also switch the models for some “real people” of course, at least that’s what French luxury retailer Galeries Lafayette is planning on. The store chain is currently preparing “The World’s Biggest Fashion Show” to happen in Berlin and Paris and you could become part of it. Here’s how it works: check out the project’s microsite “DuBistDieMode” (or in french “LaModeC’estVous”), get registered, upload your photo and – if you were lucky and stylish – become one of the “models” on September 30th (in Berlin or Paris).
The catwalk in Paris by the way, will be about 2 km long, a crowd of 10.000 people is expected to watch the event which might become “The World’s Largest Runway” and thus be recognized by Guinness World Records.
Get registered for Berlin here and here for Paris!
Die Designerin Louise Amstrup (wie letztes Jahr hier bereits vorgestellt) wird ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2011 im Rahmen der London Fashion Week präsentieren – die gebürtige Dänin, die ihre Ausbildung an der Akademie Mode & Design (AMD) in Düsseldorf absolvierte und später Erfahrungen bei Alexander McQueen, Jonathan Saunders und Sophia Kokosalaki sammelte, bevor sie im Jahr 2006 ihr eigenes Label gründete, hat gerade den On|Off Visionary Award 2010 gewonnen. Damit erhält die Designerin kostenlos einen Slot im Runway-Kalender der LFW sowie den finanziellen Support die Show umzusetzen. Für Amstrup ist es die Chance ihr Label aufs nächste Level zu pushen, wie die Designerin selbst sagt – und wie das aussieht, darf im September begutachtet werden. Die London Fashion Week findet dieses Jahr vom 17. bis zum 22. September statt.
Louise Amstrup (see last year’s post here) will be part of upcoming London Fashion Week: The Danish-born designer who studied at Akademie Mode & diegn (AMD) Dusseldorf and gained experience at Alexander McQueen, Jonathan Saunders and Sophia Kokosalaki before launching her eponymous brand in 2006, has been named the winner of the On|Off Visionary Award 2010 and thus won a slot at LFW runway schedule upcoming September. The award enables Amstrup to produce a free show and to present her Spring/Summer collection 2011. According to an article on British Vogue online Amstrup stated: “With this award I now have all the components to propel me to the next level.“ And what the next level looks like will be revealed in two months: London Fashion Week starts September 17th and ends the 22nd.
Model Carmen Kass eröffnete die Armani Privé Show in einem monochromen, schwingenden Ensemble mit weicher Linienführung, in bester Armani-Tradition. Und auch der Rest der Haute Couture Show des italienischen Designers zeigte Mode für die Dame von Welt und ihrem Leben zwischen Hollywood-Bungalow, Flanieren auf Pariser Edel-Boulevards und einer kurzen Stipp-Visite im Office, um nach dem Rechten zu sehen….
Giorgio Armani‘s haute couture collection Armani Privé seems to made for a women’s life between a Hollywood bungalow, strolling around Parisian boulevards and a flying visit at the office just to check if everything is in order…
Die Frau als Blume – oder der Modeschöpfer als Gärtner…John Galliano hat den weiblichen Körper in florale Formen gehüllt und Hutmacher Stephen Jones den Kopf passend verpackt. Haute Couture à la Christian Dior für die Herbst/Winter Saison 2010.
The woman as a flower. Fashion designer John Galliano turned the Christian Dior haute couture show (fall/winter 2010) into a presentation of textile florals, milliner Stephen Jones added the packaging.
Die Frage ist, welches Kleid demnächst nicht auf einem roten Teppich zu sehen sein wird. Elie Saab hat mit seiner neuen Herbst/Winter Haute Couture Kollektion einmal mehr bewiesen, dass er es versteht die Frau als Göttin des Blitzlichtgewitters zu inszenieren…
It’s hard to say which dress will not be spotted on the red carpet at some point…Elie Saab‘s haute couture collection proved once again that the designer’s fashion is predestinated for the flurry of camera flashes…
ENGLISH VERSION BELOW… Bei Jean Paul Gaultier‘s Couture-Show vergangene Woche, drehte sich alles um das Dasein als Lady: taillierte Kostüme und ausgestellte Mäntel, exzentrisch-verschlungene Tücher als Kopfbedeckungen, rote Lippen, Lidstrich und Zigaretten-Spitzen waren auf dem Laufsteg zu sehen. Der Designer schien die Kollektion der elegant-exzentrischen Pariser Dame gewidmet zu haben – auch wenn am Ende eine US-Amerikanerin gemeinsam mit Jean Paul Gaultier den Laufsteg entlang stolzieren durfte: Dita von Teese mit einem Hauch von Nichts…
Ladylike. Jean Paul Gaultier‘s haute couture collection showed waistline focused costumes and swinging coats, fancy fabrics, arty hairpieces and red lips. The whole show seemed to made in honor of the real Parisian lady: feminine, sophisticated and a little eccentric, too. But in the very end Jean Paul Gaultier chose to walk down the runway with US-star Dita von Teese…
Während der Fashion Week wird auch der projektGalerie Showroom dieses Mal einen Modenschau mit den von ihm vertretenen jungen Labels organisieren (u. A. mit dabei das österreichische Label Mangelware oder Don’t Shoot The Messenger) und dafür sucht Organisator Sven Krüger aktuell noch Models. Also schnell via Blog oder Website Kontakt aufnehmen!
Models wanted. Sven Krüger, initiator of projektGalerie Showrooms is calling for models to apply. Krüger is organizing a fashion show during upcoming Berlin Fashion Week with labels such as Mangelware from Austria or Don’t Shoot The Messenger. To get in contact with him check his blog or website.
Von den Fünfzigern zu den Sechzigern. Die neue Kollektion des französischen Luxus-Labels Hermès designt von Jean Paul Gaultier liess den Charakter Emma Peel aus der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ wieder aufleben. Verkörpert wurde er von Lily Cole, die zuletzt als Schauspielerin in Das Kabinett des Dr. Parnassus von sich Reden gemacht hatte. Ihr Outfit – ein Ganzkörperanzug aus Leder mit Melone und Schirm war die Essenz von allem, was danach kam: Auf den Körper geschneiderte Anzüge, Jacken, Fracks und Krawatten, Fliegen, weiße Hemden und – natürlich viel Leder und Hüte von der erwähnten Melone bis zum Zylinder.
From the 50′s to the 60′s: For French luxury brand Hermès designer Jean Paul Gaultier brought Emma Peel of famous British TV series “The Avengers” back to life – at least model slash actress (The Imaginarium of Doctor Parnassus) Lily Cole looked like a modern version of it. In a leather bodysuit with bowler and umbrella she was the essence of what Monsieurs Gaultier’s work was all about: Tailoring, British elengance, retro and – lots of leather.
Für die kommende Herbst/Winter-Kollektion für das französische Modehaus Louis Vuitton hat sich der US-amerikanische Designer Marc Jacobs von den 50er Jahren inspirieren lassen. Und das ziemlich konsequent: Wadenlange ausgestellte Röcke kombiniere er mit taillierten Jacken, zeigte Kleider, die die weiblichen Kurven inszenierten. Und um diese Mode adäquat präsentieren können hatte der Designer ein paar Gesichter unter den Models, die länger nicht mehr auf dem Laufsteg zu sehen waren: Laetitia Casta eröffnete die Show, Karolina Kurkuva, Ex-Wonderbra Model, war dabei und sogar Elle MacPherson, das australische Model mit dem Spitznamen „The Body“ spazierte im Laufe der Show zu filmisch anmutender Musik am großen mit Springbrunnen vorbei.
GERMAN VERSION ON TOP – DEUTSCHE VERSION OBEN
For upcoming fall/winter season Marc Jacobs for Louis Vuitton presented a collection fully inspired by the 50′s. The designer created celebrated the female body with full skirts and bosoms to the fore – and in order to do so, he had to find the right models to present his clothes: The French supermodel of the 90′s era, Laetitia Casta, opened the show and also Karolina Kurkova (Ex-Wonderbra-Model) and Elle MacPherson were strolling around the big fountain to a movie-like soundtrack.
Letztes Saison hieß es noch mit Lily Allen in den Heu-Schober, diese Saison hatte Karl Lagerfeld der Chanel-Show wahrhaft winterliches Flair einhaucht: Aus rund 240 Tonnen Eis hatte der Designer eine riesige Eisberg-Kulisse herstellen lassen. Zu sehen gab es passend dazu ein bisschen Yeti-Look, ein wenig Alpen-Charme und eine große Portion und Eisprinzessinnen-Look. Und das natürlich mit viel Leder und Pelz – aber halt: Kaiser Karl ist für Überraschungen gut. Nicht echter Pelz, sondern Fake Fur waren des Meisters Inspiration.Und dank haariger Kreationen mussten immerhin die Models im eisigen Ambiente nicht frieren, im Gegensatz zu den Anwesenden Redakteuren, Einkäufern und Stars wie Vanessa Paradis. Auf die Frage, ob seine Show ein Statement zur Klimaerwärmung sei, antwortete der Designer „Klima-Abkühlung“ sei das Thema gewesen – nicht ohne die Lagerfeld’sche Ironie versteht sich.
Und so sind folgende Dinge wieder einmal sicher: Erstens: Karl Lagerfeld hat Humor. Zweitens: Der Designer nimmt die Jahreszeiten und den Saisonwechsel noch ernst (Models durften mitunter Strumpfhosen (weiße!) zu Minikleidern anziehen.) Drittens: An kreativem Output scheint es Lagerfeld nicht zu mangeln, denn während andere Designer zwischen 20 und 50 Outfits zeigen waren es Chanel geschätzt das Doppelte. Viertens: Er hat Recht. Karl Lagerfeld gab als Inspirationsquelle, die neuen, vielfältigen Möglichkeiten von falschem Pelz an (siehe Video) und hat dann auch gleich die ganze Bandbreite ausgeschöpft – vom Zottel-Look bis zum Nerz-Look-alike. Bleibt die Frage, ob die Damen in Gstaad und St. Moritz kommende Saison im falschen Pelz zu sehen sein werden…
He is known for his wit – Karl Lagerfeld. And yesterday the designer did prove it once again. For his new Chanel fall/winter 2010/11 collection Lagerfeld created a gigantic ice rock as the center of his runway stage. The editors, buyers and stars like Vanessa Paradis were shivering – but at least the models didn’t, because the whole collection was about fur – well fake fur to be precise. Lagerfeld sais about his new passion for the fake hair „Now, they make colours, texture, hair, it’s unbelievable. (…) It’s a hairy situation.“. Indeed. But the question is: Will the rich & royals be spotted wearing fake fur in St.Moritz next season? And how much energy did it take to create this giagantic rock? Well, one thing is certain – Lagerfeld still doesn’t lack inspiration and showed probably the double amount of what other labels sent on the runway…