Tonight at 19 h opens “All you can see” - a film installation of Munich based fashion designer Ayzit Bostan at MaximiliansForum. Guests dressed in Ayzit Bostan designs will be photographed by Gerhardt Kellermann – the series will be shown on february 27 for the finissage. Tonight’s program includes music by KilltheTills.
ENGLISH TEXT ON TOP – ENGLISCHER TEXT OBEN
Heute Abend ist die Eröffnung der Ausstellung “All you can see” – einer Filminstallation von Modedesignerin Ayzit Bostan. Um 19 h ist Beginn im Maximililansforum und alle Gäste, die heute Abend in Ayzit Bostan Entwürfen erscheinen, werden von Gerhardt Kellermann fotografiert. Die daraus enstehende Serie wird dann zur Finissage am 27. Februar zu sehen sein. Musikalische Untermalung gibt es heute abend von KilltheTills. Den Ayzit Bostan Film gibt es hier natürlich noch nicht zu sehen, dafür ein Eindruck von KilltheTills…
Im Review vom Freitag hatte ich sie schon erwähnt – Anne Valérie Hash. Die Pariser Designerin ist die einzige Frau unter den zehn Designern (bzw. Labels), die eine Haute Couture Show zeigen. Hier jetzt noch Bilder der Kollektion…
Für die ihre neue Haute Couture Kollektion ließ sich Anne Valérie Hash von gebrauchten Kleidungsstücken inspieren und transfomierte diese in einen Mix aus nonchalanter Lässigkeit und Glamour. Und das mit Konzept: Für ihre Kollektion hatte die Hash Menschen, die sie bewundert angefragt, ihr Kleidungsstücke aus dem persönlichen Besitz zu überlassen. Und das haben sie getan. Alber Elbaz gab angeblich einen Pyjama her, Tilda Swinton spendete ein Vivienne Westwood T-Shirt, Jean Paul Gaultier gab sein legendäres, gestreiftes Shirt her, Peter Doherty eine Jacke, Bloggerin Diane Pernet (A Shaded View On Fashion) einen Schleier, Daphne Guinness eine Chanel-Jacke. Und auch Charlotte Rampling steuerte ein Teil bei. Die Schwierigkeit bestand für Hash dann darin, dies zu einer Kollektion zu re-mixen.
Es ist ihr gelungen. Das gestreifte, Gaultier-Shirt ist nun Teil eines glitzernden Jumpsuits und wurde von Model Shu Pei Qin vorgeführt.
Die Anne Valérie Hash Show war damit Verdichung der Mode-Welt, denn wer kann schon sagen, er besitze ein Anne Valérie Hash-slash-Chanel-Teil oder habe schonmal den Pyjama von Alber Elbaz auf ein Party ausgeführt?
Ganze zehn Modehäuser leisten sich derzeit noch den Luxus einer Haute Couture Kollektion. Darunter sind natürlich die Pariser Traditionslabels wie Chanel oder Dior aber auch der italienische Modemacher Giorgio Armani findet neben dem Design seiner diversen Ready-to-Wear-Linien noch Zeit für seine exklusive Privé-Kollektion. Die stand dieses Mal im Zeichen des Mondes und wartete mit geschwungenen Formen und matt-silbrig schimmernden Kleidern auf. Die Models durften dazu noch halbmondförmige Handtaschen zu Schau tragen – das Thema konnte also keineswegs mißverstanden werden.+++
+++ Vornehmes für die Dame von Welt gab es auch bei Elie Saab zu sehen, der libanesische Designer setze aber vor Allem auf Romantik und schwelgte zwischen Nude- und Patelltönen und vertraute ganz auf die Kombination aus Rüschen, Stickereien und weiblichen Kurven. +++
Weniger glamourös dafür exotisch-mexikanisch inspiriert erschienen die Haute Couture Entwürfe von Jean-Paul-Gaultier. Die Mittel zum Zweck? Große Hüte, viel Denim, auffällige, große Muster und an Mariachi-Uniformen erinnernde Anzüge. +++ Ensembles mit Hosen gab es auch bei Valentino zu sehen – und keine roten Roben. Der Grandseigneur der italienischen Mode zeigte sich betont modern und das mit folgenden Zutaten: ein wenig Gewickeltes, ein bißchen Geometrie, einiges an Transparenz, ein gute Portion leuchtender Farben und auffälliges Augenmake-up in Form von breiten, blauen Balken oder einfach den „Garden Eden in der Cyberwelt“ wie es Sarah Mower auf style.com nennt. +++ Für die Kollektion von Alexis Mabille findet die Kritikerin hingegen die Worte „Graphic Surgery“. Man könnte es auch zweifarbig-und-scheitelgenau-getrennt nennen. Der Designer ließ selbst die Haare der Models passend zum pink-schwarzen Duo-Look seiner Entwürfe färben und erschuf die auffälligste unter den Couture-Kollektionen +++ Karl Lagerfeld vertraute für seine Chanel-Kollektion auch auf die Kraft der Farben, bediente sich allerdings mehr bei den Pastell-Nunancen und hellen Tönen. Diese gabe es konsequenterweise nur in Form von Kostümen und Kleidern zu sehen. Und das in der Eine-Handbreit-überm-Knie-Länge. +++ Ebenfalls ausschließlich Kostüme und Kleider gab es John Galliano für Dior zu sehen. Und das ganz historisch inspiriert. Der Designer setzt auf hohe Taille, Jacken mit Schößchen und lange Röcke und machte die Dior-Show zu einem Ausflug in die Vergangenheit der Mode. +++ Ebenfalls von der Vergangenheit ließ ich Anne Valérie Hash inspieren, aber transfomierte dies in einen zeitgemäß-entspannten Look. Und das mit Konzept: Für ihre Kollektion hatte die Designerin, die im Übrigen die einzige Frau unter den Couturiers ist, Menschen, die sie bewundert angefragt, ihr Stücke aus ihrem persönlichen Besitz zu überlassen. Und das haben sie getan. Alber Elbaz gab angeblich einen Pyjama her, Tilda Swinton spendete ein Vivienne Westwood T-Shirt, Jean Paul Gaultier gab sein legendäres, gestreiftes Shirt her, Peter Doherty eine Jacke, Bloggerin Diane Pernet (A Shaded View On Fashion) einen Schleier, Daphne Guinness eine Chanel-Jacke. Und auch Charlotte Rampling steuerte ein Teil bei. Die Schwierigkeit bestand für Hash dann darin, dies zu einer Kollektion zu re-mixen. Es ist ihr gelungen. Das gestreifte, Gaultier-Shirt ist nun Teil eines glitzernden Jumpsuits und wurde von Model Shu Pei Qin vorgeführt. Die Anne Valérie Hash Show war damit Verdichung der Mode-Welt, denn wer kann schon sagen, er besitze ein Anne Valérie Hash-slash-Chanel-Teil oder habe schonmal den Pyjama von Alber Elbaz auf ein Party ausgeführt?
Hier noch der Review Pt. II zur Berlin Fashion Week oder besser gesagt zum Auftriff der etablierten deutschen Labels…wie immer bisher zogen es das Label Joop! und das Metzinger Modehaus Boss vor, ihre Fashion Show nicht im Zelt am Bebelplatz zu inszenieren, sondern an einer Off-Location und waren damit wieder der Höhepunkt in Sachen Prominentenandrang und Glamour-Appeal während der Berliner Modewoche. Dabei sind die Erwartungen an die neue Location und Inszenierung mitunter größer, als die an die Mode selbst.
Boss zeigte dieses Mal mit Boss Black die etwas gediegenere Linie, im Gegensatz zu früheren Präsentationen der Orange- oder HUGO-Kollektionen und hatte sich dafür im Museum Hamburger Bahnhof einquartiert. Zu sehen gab es in der hohen Halle auf weißen Catwalk elegante Mode für die Generation Business, in Nuancen zwischen Grau, Beige und Bordeaux.
Beim Hamburger Label mit dem Ausrufe-Zeichen, hinter dem als Kreativ-Häuptling bekanntermaßen schon lange nicht mehr der einstige Namensgeber und bald auch nicht mehr Designer Dirk Schönberger steckt – denn der wolle sich demnächst wieder auf die Lancierung seiner eigenen Linie konzentrieren, heißt es laut Medienberichten – war der Look gleichermaßen elegant und business-tauglich, wenn auch mit ein wenig mehr Glamour.
JOOP! SHOW F/W 2010/11
Nicht minder aufregend als das Museum Hamburger Bahnhof schien die Location bei Joop! gewählt: Die neue Herbst/Winter-Kollektion und die letzte Schönbergers wurde in der Neuen Nationalgalerie am Potsdamer Platz auf eckigem Catwalk und umrundet von auf diverse Leinwände projizierten Videosequenzen präsentiert.
JOOP! SHOW F/W 2010/11
Zu sehen gab für das Publikum (stehenderweise) eine sehr tragbare Kollektion mit schmaler Silhouette, viel Pelz und ein wenig Glitzer für die Damen, die insgesamt vor allem streng, geradlinig und recht konservativ daher kam.
Die Modemarke Strenesse zeigte, wie immer, die Unterlinie namens Blue im Zelt am Bebelplatz. Wenig spektakulär, sondern, wie erwartet ebenfalls sehr tragbar. Durch die Inszenierung mit Strickmützen und Kniestrümpfen wirkte die von Viktoria Stehle designte Kollektion ein wenig jugendlich aufgefrischt und angenehm entspannt.
STRENESSE BLUE SHOW F/W 2010/11
Zur Begutachtung dessen schauten unter Anderem Schauspielerinnen Christiane Paul und Hannah Herzsprung vorbei, während es auf dem Laufsteg Topmodel Katrin Thormann zu sehen gab, das neue deutsche Top-Models, das vor Kurzem auch schon als Cover-Girl der deutschen Vogue zu sehen war.
Leyla Piedayesh von Lala Berlin präsentierte mit “Live The Revolution” eine Kollektion die Parkas, Bomberjacken, voluminösen Strick- und Wolljacken mit femininen Entwürfen aus edlem Materialien wie Baumwollseide und Seidensamt kombinierte – zur Musik von The XX.
LALA BERLIN SHOW F/W 2010/11
Alle Kollektionen der Berlin Fashion Week kann man sich auf der Seite der deutschen Vogue ansehen!
Da war doch noch was…keine Erwähnung im ersten Teil des Berlin Fashion Week Reviews fand die Präsentation des Labels potipoti. Doch auch das Modelabel der beiden Spanier Nando Cornejo und Silvia Salvador hatte während der Fashion Week zur Begutachtung ihrer neuen Kollektion „Yuxtapose“ geladen – und zwar in ihren Shop in Berlin-Mitte und das in Kooperation mit dem Mode- und Lifestyle-Magazin NEO2 aus Madrid. Hier ein paar Impressionen des Openings…