Letzte Saison schickte er Obdachlose als Models über den Laufsteg und auch dieses Mal wollte sich Designer Patrick Mohr nicht mit einer simplen Runway Show begnügen. Seine neue Inszenierung im Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week hatte Mohr auch dieses Mal genau durchkonzipiert und mit einer guten Portion Anti-Glamour versehen.

Zu sehen gab es seine neue Jeans-Kollektion, in unterschiedlichen Schnitten und Farben, für Männer und Frauen – dafür hatte er die Models mit zur jeweiligen Jeansfarbe passenden Perücken im Vokuhila-Schnitt ausgestattet und ihnen zudem Hasenzähne in Kaugummi-Optik verpasst. Als Präsentatoren für einen anstehenden Farbwechsel auf dem Laufsteg durften sonnenstudiogebräunte Bodybuilder (Männer und Frauen!) den Laufsteg betreten.

Dazu wurden sie von einem Boten im Ganzkörperanzug per Handkarren auf den Laufsteg gefahren und abgesetzt um sich dann vor den Fotografen am Ende des Runways sich in Pose zu werfen und ihre geometrischen Textil-Umhüllungen und durchscheinenden Regencapes präsentieren.

Obwohl auf die große Show und Effekte ausgelegt und mit Live-Set von DJ Hell untermalt, war die Show leider dennoch langweilig, da der Ablauf stets in gleicher Weise wiederholte.

Patrick Mohr, gebürtiger Mainzer, hatte seine Karriere im Modebusiness als Model angefangen hatte, bevor er schließlich an der ESMOD Mode studierte und später unter Anderem beim dänischen Label Henrik Vibskov arbeitete. Inzwischen ist er mit seinem eigenen Label in München ansässig.
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