Unbekannte Sinnesfreuden der visuellen Art gibt es aktuell in Berlin zu genießen. Und das noch bis zum 19. Januar, denn momentan läuft das American Independent Film Festival#2, das dieses Mal auf den Namen Unknown Pleasures hört. Heute gibt es allerdings weniger typisch amerikanische Gefilde auf der Leinwand zu sehen, sondern schwedische Landschaften, im Film “The Anchorage“, von Anders Edström und C.W. Winter.
Edström, der bisher vorwiegend als Fotograf zwischen Mode und Kunst in Erscheinung getretene Schwede mit Wohnsitz in Japan, war vor nicht allzu langer Zeit in Berlin, um in der Galerie für moderne Fotografie eine kleine Ausstellung mit fotografischen Werken zu zeigen. Er ist bekannt für seine leise Bildsprache, die er nun auch in bewegtem Bild umgesetzt und das gekonnt: “The Anchorage” wurde auf dem Schweizer Filmfestival in Locarno dieses Jahr (gemeinsam mit C.W. Winter) mit dem Leoparden in Gold ausgezeichnet.
The Anchorage

USA/S 2009; R: C.W. Winter, Anders Edström; mit Ulla Edström, Marcus Harrling; 35mm, 87 min, OV
Deutschland-Premiere
Ulla lebt abgeschieden auf einer Insel in der Nähe von Stockholm. Ihre Tage verbringt sie mit Lesen, Baden und Reparaturarbeiten an ihrem Haus inmitten der freien Natur. Nachdem ihre Tochter Elin und deren Freund Marcus nach einem mehrtägigen Besuch wieder abgereist sind, entdeckt sie, dass ein seltsamer Hirschjäger in ihr kleines Reich eingedrungen ist. Seine Anwesenheit stört ihre Routinen.
The Anchorage ist ein ebenso schlichtes wie meditatives Werk über die Schönheit der Natur. Dialoge sind selten, einfach gehalten und dienen nur dazu, die alltäglichen Handlungen zu beschreiben. Einzig Ulla spricht – aus dem Off – hie und da von ihren Erwartungen, etwa, dass bald der Schnee kommt. In dieser Rousseau’schen Vision der Beziehung zwischen Mensch und Natur wird die Hauptfigur des Films einzig durch den Jäger und seine grellfarbige Kleidung in ihrer Ruhe gestört, die sich von den grün-bräunlichen Tönen der Insel abhebt. Dieser erste Spielfilm von Winter und Edström wurde mit einer kleinen Equipe gedreht und verknüpft unprätentiös die Stille und die natürlichen Geräusche mit den beschaulichen Aufnahmen – mitunter aufgelockert durch die Klänge eines Lieds aus der einheimischen Folklore. (Filmfestival Locarno)
Do 7.1. 21:00 & Do 14.1. 19:30
Programm der kommenden TageDo 7.1.
19:30 The Juche Idea
21:00 The Anchorage
Fr 8.1.
18:30 Trust Us, This Is All Made Up
20:00 Paradise
22:00 The GoodTimesKid
Sa 9.1.
18:00 Rocaterrania
20:00 Ein Sommer in New York – The Visitor
22:00 Adventureland
So 10.1.
17:30 Largo
20:00 Go Get Some Rosemary
Mo 11.1.
19:30 Alexander the last
21:00 Afterschool
Di 12.1.
19:00 The Reinactors
21:00 Two Lovers
Mi 13.1.
19:30 Guy and Madeline on a Park Bench
21:30 Anvil! The Story of Anvil
Do 14.1.
19:30 The Anchorage
21:30 October Country
Fr 15.1.
20:00 The Exploding Girl
22:00 Go Get Some Rosemary
Sa 16.1.
18:00 Paradise
20:00 The Exploding Girl
22:00 Two Lovers
So 17.1.
18:00 Harmony and Me
19:30 Nobody Needs To Know
Mo 18.1.
19:30 Rocaterrania
21:00 Alexander the last
DI 19.1.
19:00 The Reinactors
21:00 Trust Us, This Ts All Made Up
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